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psychogenes Kotzen… (K)ein Fall für die Notaufnahme

L0069446 Woodcut of drinking and vomiting Credit: Wellcome Library, London. Wellcome Images images@wellcome.ac.uk http://wellcomeimages.org Woodcut of two men drinking, overconsuming and vomiting. 1542 Der gantzen Artzenei ge-meyner Inhalt, Wes einem Artzt, bede in der Theoric und Practic zusteht. Mit anzeyge be-werter Artzneienn, zü allen leibichen Gebrechenn, / Johann Dryander Published: [1542]. Copyrighted work available under Creative Commons Attribution only licence CC BY 4.0 http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

In unserer virtuellen Notaufnahme vom dasHOSPITAL stellt sich eine junge Spanierin mit Blutdruckerhöhung vor. Wie ihr euch sicher erinnern könnt, sind Patienten, die mit hohem Blutdruck ohne relevante Begleitsymptomatik kommen, etwas, was mich an den Rand des Wahnsinns bringt.
Was aber auffällt ist eine ausgeprägte Ängstlichkeit, Unruhe und Schreckhaftigkeit. Die Dame ist Mitte 30 und gibt an, dass sie seit Jahren – genau wie ihre gesamte Familie – ein Angststörung habe und generell sehr unruhig ist. Nun ist sie aber wegen des Ehemanns nach Deutschland gezogen, spricht ordentlich aber nicht fließend deutsch, und diese ganze Situation überfordere sie.
Seit Jahren erbricht sie sich in Stresssituationen – führt das nicht herbei, sondern es passiert alle paar Wochen – und dies nimmt aktuell in der Belastung zu. Sie fühlt sich nicht ausreichend verstanden, egal ob es nun um das Umfeld, die Partnerschaft oder ihren (deutschen) Psychotherapeuten geht. Um Stress ab zu bauen kifft sie regelmäßig abends, aber trinkt sonst keinen Alkohol oder nimmt andere Drogen. Jetzt ist noch hoher Blutdruck dazu gekommen, außerdem ist sie tachykard und – wie schon beschrieben — unruhig. Seit Wochen sieht sie auf die Distanz manchmal Doppelbilder, aber dafür habe sie schon einen Termin beim Augenarzt. Wegen des hohen Blutdrucks hat der Hausarzt bereits eine Abklärung eingeleitet, doch der Ehemann macht sich jetzt Sorgen, so hoher Blutdruck kann ja schon schlimm und gefährlich sein…
Bei der körperlichen Untersuchung zeigt sich nichts auffälliges, keine neurologischen Defizite, keine Doppelbilder, keine sonstigen Zeichen. Aber zugegebenermaßen, die Patientin sieht krank aus.
Was sind eure Differentialdiagnosen?
Wie würdet ihr weiter vorgehen?
Entlassung – Ambulante Abklärung – stationäre Aufnahme?
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